Naturwelt Blog

Jascha Lettow

Farben, Erinnerung und neue Perspektiven am Heideradweg


Am Heideradweg ist ein besonderer Ort entstanden: Die Fassade eines ehemaligen Stellwerks, das heute als Fledermausquartier genutzt wird, wurde neu gestaltet.
Umgesetzt wurde das Projekt vom Cottbuser Graffiti-Künstler Jascha Lettow, der die Außenfläche des Gebäudes mit einem farbintensiven Motiv aus Fledermäusen versehen hat.

Die Gestaltung fügt sich in die natürliche Umgebung ein und greift die ökologische Funktion des Ortes als Rückzugsraum für Fledermäuse auf. So verbindet das Kunstwerk Naturbezug und visuelle Akzentuierung entlang des Radwegs auf unmittelbare Weise. Besonders geprägt wurde das Projekt durch die Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Kindern aus Jamlitz, die im Rahmen eines Workshops aktiv an der Umsetzung beteiligt waren – begleitet durch den Jugendclub Lieberose sowie das Justus Delbrück Haus der Karuna e.V., eine Akademie für Mitbestimmung für junge Menschen in herausforderden Lebenslagen.


Für Jascha Lettow hatte das Projekt eine unerwartet persönliche Dimension: „Ich war selbst als Jugendlicher zeitweise in Jamlitz und habe im Rahmen einer Maßnahme von Karuna e.V. am damals brachliegenden Bahnhof die ersten Aufräumarbeiten gemacht“, erzählt der 37-Jährige. „Es ist ein verrücktes Gefühl, Jahre später als Workshopleiter hierher zurückzukehren – mit einer neuen Rolle und einem anderen Blick auf meine eigene Geschichte.”

Ein Kontakt zum Künstler kann unter your-artventure@web.de aufgenommen werden.

 

Interview mit Jascha Lettow zum Jugend-Workshopprojekt Fledermaushabitat Stellwerk Jamlitz